VERO – Der neue Instagram-Killer? Vorstellung der APP

So einfach funktioniert die Social-Media-App VERO.co

Lesedauer ca. 5 Minuten

Artikel aktualisiert am 15. Oktober 2022

Die Social-Media-Plattform VERO: was kann sie und ist sie für Fotografen eine interessante Ergänzung zu Instagram? Instagram war lange Zeit der Inbegriff einer Social-Media-Plattform, auf der sich Fotografinnen und Fotografen richtig austoben konnten. Das eigene Profil ist die kreative Visitenkarte, über die man gleichzeitig direkt mit Interessenten und Gleichgesinnten in Kontakt tritt – das ist grundsätzlich auch jetzt noch der Fall. Die Plattform entwickelt sich jedoch stetig weiter. Der Trend geht zunehmend zu sogenannten Reels, kurzen Videosequenzen. Klassische Fotografien fallen da schnell herunter und auch der Algorithmus der Plattform macht es einem nicht immer einfach, an den vorderen Plätzen mitzuspielen. Deshalb herrscht aktuell bei vielen Fotografen ein gewisser Katzenjammer, denn statt deren aufwändig erstellte Fotos zu präsentieren, zeigt der Instagram-Algoríthmus eher einfältigen Videocontent. Gibt es Alernativen? Na klar, eine ist schon länger am Markt und hat in den letzten Wochen unter Fotografen ein regelrechten Hype ausgelöst. Aber um es gleich vorweg zu nehmen, META, der Mutterkonzern von Instagram muss sich (noch) nicht fürchten.

VERO – Die Social-Media-Plattform mit Potential

Das Konzept der Plattform VERO ähnelt den Anfängen von Instagram. Noch ist die für Android und iOS verfügbare App nicht das ganz große, neue Ding. Doch die Betonung liegt hierbei auf „noch“ und für kreative Köpfe lohnt sich auf jeden Fall ein Blick. Hinter VERO steckt das Unternehmen Vero Labs Inc. des libanesischen Gründer Ayman Hariri, der zur Familie des vormaligen, libanesischen Premierministers Rafiq al-Hariri gehört. Bereits seit 2015 kann man im Google Play Store (Link für Android) und im Apple App Store (hier für IOS).

Werbung und eigenwilliger Algorithmus? Nicht bei VERO

Bei Instagram dreht sich vieles um Werbung. Diese fällt bei VERO komplett weg. Es gibt keinerlei Werbeschaltungen seitens der Plattform, die in der Timeline aufploppt. Zur Selbstfinanzierung denkt das bisher kostenfreie VERO allerdings über eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nach. Die Werbefreiheit bezieht sich jedoch nicht auf die User. Ebenso wie bei Instagram ist es durchaus möglich, beispielsweise durch eigene Produktplatzierungen Einnahmen zu generieren.

VERO arbeitet komplett ohne Algorithmus

Außerdem arbeitet VERO komplett ohne Algorithmus. Bereits der Name VERO, der für das lateinische Wort für „Wahrheit“ steht, lässt diesen besonderen Punkt anklingen: die App gibt sich selber den Beinamen „True Social“. Das bedeutet, dass nicht der Algorithmus entscheidet, welche Beiträge im eigenen Feed in welcher Reihenfolge auftauchen oder auch nicht. Stattdessen gibt es eine chronologische Anzeige aller Beiträge derjenigen Profile, mit denen man selber verknüpft ist. Das erinnert an die alten Zeiten von Facebook und das Prinzip ist ganz ähnlich: im Fokus steht der Kontakt mit „echten Profilen“ von Freunden, Bekannten, Kollegen, Familie & Co – eben „True Social“.

So sieht ein Profil in der Desktop-Variante von VERO.co aus. Man kann in unterschiedlichen Kategorien seine Inhalte teilen. Und man kann auch entscheiden wer seine Inhalte sieht.

Was kann die App?

Inhaltlich sind in der App sowohl Fotos, Linksammlungen, als auch Videos und weitere Medien wie Songs vertreten. Das Besondere ist jedoch, dass VERO diese verschiedenen Medien kategorisiert und man sich somit problemlos lediglich alle Fotografien auf einen Schlag anschauen kann. Für User mit einem Fokus auf Fotos bietet sich damit eine angenehme Darstellungsweise, bei der nicht mit kurzen Videospots oder anderen Medien abgelenkt wird. In der Kategorie Fotos dreht sich alles nur um eben jene, was ideale Voraussetzungen bietet, um die eigene Arbeit kompakt vorzustellen und mit anderen Fotografinnen und Fotografen in Kontakt zu treten und sich kreativ auszutauschen. Noch hat VERO längst nicht die Reichweite von Instagram erreicht – doch was noch ist, kann durchaus noch kommen. Eine interessante Ergänzung zu Instagram ist VERO mit seinen attraktiven Möglichkeiten zum Fokus auf Fotografie und deren nicht vom Algorithmus kontrollierter Vorstellung jedoch definitiv – ausprobieren lohnt sich! Und die App ist schön übersichtlich und in einem angenehmen Design umgesetzt. Doch wie funktioniert die App?

Wie funktioniert die App VERO.co?

Die Anmeldung ist sehr schnell bei VERO umgesetzt. Für die Registrierung wird auch eine Handynummer benötigt, so soll gewährleistet werden, dass sich nur echte Menschen im Netzwerk anmelden. Bei meiner Anmeldung hat das einwandfrei funktioniert (im Netz gab es Hinweise, von Schwierigkeiten beim Anmeldeprozess). Und dann kann man sein Profil schon einrichten. Mittlerweile gibt es auch eine Desktopvariante für Windows und Mac (zur Infoseite von VERO), wobei diese im Leistungsumfang sehr eingeschränkt ist. Deshalb konzentrieren wir uns auf die App (bei mir ist es IOS, aber ich denke das Prinzip und Design ist bei Android-Smartphones das selbe).

Fotos einfach hochladen und entscheiden wer diese sehen kann

Kurzes Zwischenfazit als (Hobby-)Fotograf auf VERO

Die App ist sehr übersichtlich und schnell in der Bedienung zu verstehen. Die Qualität der von mir gesehenen Profile ist sehr gut. D.h. einige Fotografen tummeln sich schon hier. Aber wenn man auf deren Instagram-Profile geht, sieht man zum Teil, dass das Engagement eher auf der reichenweitenstarken Plattform Instagram anzutreffen ist. Aufgrund der geringen Verbreitung der App ist es hier auch noch ruhig. Im Gegensatz zum hektischen Instagram empfinde ich es als sehr erfrischend. Aber mehr Leben täte der Plattform sicherlich gut. Hast du auch ein VERO-Profil ist fleißig dort unterwegs? Schreibs in die Kommentare, ich würde mich freuen. Und selbstverständlich auch über neue Follower auf VERO.
Link zum einem Profil auf VERO.co.

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